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Rechte Gewalt und Alltagsrassismus

2016 hat es nach Zahlen des Innenministeriums in Deutschland mehr als 3500 Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte gegeben. Immer wieder werden auch Flüchtlingshelfer*innen zum Ziel von Angriffen, Bedrohungen und Einschüchterungsversuchen. Was tun bei rechten Anfeindungen? Wir stellen Tipps und AnsprechpartnerInnen zusammen.

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„Das sind doch alles Wirtschaftsflüchtlinge!“ - wenn man mit solchen und ähnlichen Parolen konfrontiert ist, ist eine schlagfertige Entgegnung wichtig, aber alles andere als leicht. Denn bauernschlaue Parolen abzufeuern ist viel einfacher, als differenziert zu argumentieren. Aber letzteres ist enorm wichtig, wenn wir Hetze und Ressentiments eindämmen wollen. Und das müssen wir – denn auf die Hetze folgt schnell rassistische Gewalt. Wir versammeln im folgenden empfehlenswerte Argumentationshilfen gegen rassistische und andere Vorurteile.

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Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat eine Broschüre herausgegeben, die erklärt, wie Diskriminierung rechtlich definiert ist, wie man gegen sie vorgehen kann und wo Betroffene Unterstützung finden. Den Ratgeber gibt es auf Deutsch, Arabisch, Dari/Farsi, Englisch, Französisch, Kurdisch (Sorani), Paschto, Russisch, Serbisch und Türkisch.

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Was tun gegen rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt? Diese Broschüre von Doris Liebscher und Alexander Klose (Büro für Recht und Wissenschaft), herausgegeben von der Antidiskriminierungsberatung Brandenburg, ist für Betroffene im gesamten Bundesgebiet und Unterstützende sehr nützlich. sie zeigt anhand verschiedener Beispiele von Diskriminierungen, was dagegen unternommen werden kann.

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Flüchtlinge, die einen Arbeitsplatz gefunden haben, erleben nicht selten Diskriminierungen, Ausgrenzungen und Beleidigungen im Betrieb. Zwei Broschüren helfen weiter: Die Handreichung für Aktive in der Arbeitswelt: "Mach' meinen Kumpel nicht an! Flüchtlinge schützen, Rassismus entgegentreten" und die Handreichung für Betriebsräte und Gewerkschften: "Strategien gegen rassistisches Mobbing und Diskriminierung im Betrieb." Beide sind auch für Betroffene wie für Unterstützerinnen und Unterstützer sehr informativ.

 

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Viele rechte Skinheads der 1990er Jahre sind inzwischen Eltern geworden. Sie haben ihr Auftreten geändert, aber die gleichen Gedanken im Kopf und geben diese an ihre Kinder weiter. Dort, wo die rechte Szene früher auf der Straße stark war, spielt sich heute die Konfrontation in der Kita ab. Die Broschüre klärt über Hintergründe auf und gibt Handlungsempfehlungen auch am Beispiel der Auswirkungen von ausgrenzenden Sitautionen auf traumatisierte Flüchtlingskinder.

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