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Hilfe für Helfer

Mehrsprachige Verständigungshilfen für Arztbesuch, Krankenhaus und Apotheke

Sprachbarrieren machen die Kommunikation zwischen Patient*innen und Ärzt*innen ziemlich kompliziert. Auch ehrenamtliche Beigleitpersonen haben mit dem Problem immer wieder zu kämpfen. Es gibt einige Publikationen, die versuchen, durch mehrsprachige und bildgestützte Informationen die Kommunikation in der Arztpraxis, im Krankenhaus oder in der Apotheke zu erleichtern. Wir stellen mehrere solche Projekte vor.

Tip-Doc-Materialien vom Verein Bild und Sprache e.V.

Der Verein für bildgestützte Kommunikation bietet mehrsprachiges, bildgestütztes Infomaterial, das unter anderem die Kommunikation zwischen medizinischem Personal und Patient*innen erleichtern soll. Darunter findet sich etwa ein Anamesebogen, der in über 20 Sprachen vorliegt sowie ein "Gesundheitsheft für Asylbewerber" in zehn Sprachen, das sich vor allem für die Erstaufnahme eignet. Ebenso gibt es Infoblätter zu verschiedenen Krankheiten, mehrsprachige Informationsblätter zu Vorsorgethemen sowie Therapiepläne, mit deren Hilfe recht leicht erklärt werden kann, wie bestimmte Medikamente eingenommen werden sollen. Diese und weitere bildgestützte mehrsprachige Materialien sind als Printversion beim Setzer Verlag bestellbar.

Der "Medguide" auf Arabisch, Farsi, Türkisch, Russisch (bald auch auf Tigrinya und Kurdisch)

Der bunte 100-seitige Sprachführer versucht mit zahlreichen Illustrationen die Kommunikation zwischen medizinischem Personal und Patent*innen zu erleichtern und versucht dabei möglichst viele gesundheitliche Aspekte abzudecken. Neben dem allgemeinmedizinischem MedGuide gibt es auch einen Medguide zum Thema Schwangerschaft und Geburt. Das Projekt klingt vielversprechend, aber zum kostenlosen Download gibt es nur eine Vorschau einiger Seiten - die Broschüre selbst kostet 19 Euro. Für medizinisches Personal, dass oft Geflüchtete aus den entsprechenden Regionen behandelt, kann die Broschüre aber unter Umständen sehr hilfreich sein - oder auch für Ehrenamtliche, die sehr häufig Arztbesuche begleiten. Neben den jetzt vorliegenden Versionen Arabisch/Farsi und Türkisch/Russisch ist eine Ausgabe in Tigrinya und Kurdisch geplant. 


Deutsch-Arabischer Fragebogen für die Kommunikation in der Apotheke

Um arabischsprachigen Patient*innen und Apotheker*innen die Kommunikation zu erleichtern bietet die Pharmazeutische Zeitung einen deutsch-arabischen Fragebogen. Damit lassen sich die im Apothekengespräch typischen Fragen ganz gut abklären - etwa welche Beschwerden vorliegen, ob bereits ein Arzt konsultiert wurde und wie die Medikamente einzunehmen sind.


Mehrsprachiges Google-Spreadsheet mit Sätzen für die Symptombeschreibungen

Das "refugeephrasebook" bietet eine tabellarische Phrasensammlung, mit deren Hilfe sich Patient*innen auf einen Arztbesuch vorbereiten können (Im Arztgespräch fehlt es wahrscheinlich an ausreichend Zeit, die richtigen Sätze herauszusuchen). Bisher sind folgende Sprachen eingearbeitet: Arabisch, Englisch, Türkisch, Französisch, Farsi/Dari.

Ehrenamtliche Unterstützung von Flüchtlingen

Unglaubliche 15.000 Projekte für und mit Geflüchteten sind zwischen 2015 und 2016 in Deutschland entstanden. In der öffentlichen Debatte sind die Stimmen der »Besorgten« jedoch häufig lauter als die Stimmen jener, die auf die hohe Zahl der Neuankömmlinge mit Engagement, Empathie und Kreativität reagiert haben. Das Buch von Werner Schiffauer, Anne Eilert und Marlene Rudloff will das ändern.

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