HOME

Hilfe für Helfer

Gemeinnützige Übersetzungs- und Dolmetschdienste

Manche Städte und Gemeinden haben "Dolmetscherpools" angelegt, bei denen man ehrenamtliche Profis oder Laien mit verschiedenen Sprachkenntnissen anfragen kann. Außerdem bieten viele Universitäten kostenlos Übersetzungs- und Dolmetsch-Dienste an. Und es gibt virtuelle Gratis-Angebote, die auch über größere Entfernungen per Telefon oder Skype in Anspruch genommen werden können. Hier finden Sie einige Beispiele, die Anregung für Ihre Recherche vor Ort geben sollen.

Über die folgenden Beispiele liegen uns keine oder wenige Erfahrungsberichte vor. Dass sie hier erwähnt werden, ist nicht als Empfehlung, sondern als Anregung zum Ausprobieren und Weiterrecherchieren gedacht. Wir freuen uns über Feedback zu den einzelnen Angeboten und um Ergänzungen.

  

Bundesweit: Dolmetscherprojekt „Telefonjoker"
(Arabisch und Farsi)

Das bundesweit wirkende Projekt „Telefonjoker" unterstützt unabhängig vom Wohnort ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger in ihrem Engagement für die soziale Integration von Geflüchteten durch eine telefonische Sprachmittlung für Arabisch und Persisch. Die qualifizierten Sprachmittelnden für stehen seit  dem 15.01.2018 montags bis freitags von 14 bis 17 Uhr unter 01806-565370-1 (für Arabisch) und 01806-565370-2 (für Persisch) zur Verfügung. Die Kosten belaufen sich auf 0,20€ aus dem deutschen Festnetz und max. 0,60€ aus dem deutschen Mobilfunknetz pro Anruf. Der „Telefonjoker" ist ein Angebot vom Fachberatungsdienst Zuwanderung, Integration und Toleranz (FaZIT) des gemeinnützigen Vereins Gesellschaft für Inklusion und Soziale Arbeit e.V. und wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.

=> telefonjoker.org

 

Osnabrück, Schwerin und Saarland: „SPuK OS – Sprach- und Kommunikationsmittlung“

Das vom Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück konzipierte Projekt „SPuK OS – Sprach- und Kommunikationsmittlung“ bietet ein praxiserprobtes Dienstleistungsangebot, das in Osnabrück, in Schwerin und im Saarland umgesetzt wird: Qualifizierte Sprachmittler*innen werden durch eine der drei SPuK-Vermittlungsstellen an regionale Einrichtungen aus den Bereichen Gesundheit, Soziales und Bildung vermittelt.

=> www.spuk.info

 

Schleswig-Holstein: Kostenloser Telefondolmetschservice für Arztpraxen und Rettungsstellen
(Arabisch, Türkisch, Kurdisch (Kurmandschi), Russisch und Englisch)

Die ife-Gesundheits-Ag bietet Ärzt*innen und Rettungsstellen einen kostenlosen Telefonservice an, der von medizinischem Personal in Schleswig-Holstein angerufen werden kann. Aktuell stehen Sprachmittelnde für Arabisch, Türkisch, Kurdisch (Kurmandschi), Russisch und Englisch zur Verfügung. Sprechzeiten sind Mo, Di, Do, Fr: 9:00-17:30, Mi 9:00-13:00, die Telefonnummer lautet 04526-381-370.

=> Informationen zum Projekt

 

Stadt Ludwigsburg
(32 Sprachen, Service für Ämter, Beratungsstellen, soziale Einrichtungen)

Angeboten wird Dolmetschen in 32 Sprachen für Soziale Einrichtungen, Schulen und Kindergärten, Städtische Ämter, verschiedene Beratungsstellen, die Agentur für Arbeit, den Jobcenter sowie das Landratsamt Ludwigsburg. Die Dienste sind nicht völlig kostenlos. Pro Stunde werden 12,--€ berechnet. Privatpersonen können die Dienste nicht in Anspruch nehmen. Institutionen und Vereine müssen sich im Büro für Integration und Migration bewerben. Flüchtlinge und sie Begleitende können die Institutionen auf diesen Service hinweisen und so ihr Recht auf qualifiziertes Dolmetschen wahrnehmen.

=> Ehrenamtlicher Dolmetscherdienst der Stadt Ludwigsburg

 

Stadt Münster
(Für Schulen, Kitas und co)

Als Kommunales Integrationszentrum hält die Stadt einen Pool von ehrenamtlichen Übersetzerinnen und Übersetzern vor, die ausschließlich im Bereich Bildung tätig sind. Einrichtungen wie Schulen und Kindertagesstätten sowie Einrichtungen im Rahmen des offenen Ganztages können den Pool anfragen.

=> Ehrenamtliche Übersetzer*innen des kommunalen Integrationszentrums  

 

Mainz: Dolmetscherpool der Johannes Gutenberg-Universität
(für soziale und medizinische Einrichtungen und Behörden)

Der Arbeitsbereich Interkulturelle Kommunikation in Germersheim der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bietet seit gut einem Jahr einen Dolmetscherpool an. Soziale und medizinische Einrichtungen sowie Behörden in der Region Germersheim-Speyer, die sich die Dienste von freiberuflichen Dolmetschern nicht leisten können, haben dort die Möglichkeit, eine Übersetzungshilfe kostenlos zu buchen.

=> Dolmetscherpool der Uni Mainz 

 

Dolmetscherpool IB Karlsruhe

Der Dolmetscherpool  Karlsruhe wird durch das Büro für Integration der Stadt Karlsruhe finanziert. Durch den Einsatz ehrenamtlich tätiger Dolmetscher wird Bürgern mit Migrationshintergrund ein für sie kostenloser Service geboten, um Sprachbarrieren bei der Kommunikation z. B. mit Bildungseinrichtungen zu überwinden. Ziel des Projektes ist es, die Bildungs- und Chancengleichheit von Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern.

=> Dolmetscherpool Karlsruhe 

 

Sachsen-Anhalt: SiSA - Sprachmittlung

Das Projekt SiSA will Migrant*innen in Sachsen-Anhalt helfen, sich zu verständigen. Der kostenlose, von Ehrenamtlichen gebotene Service bietet telefonische Sprachmittlung und Sprachmittler*innen für Veranstaltungen und Begleitungen an - etwa bei Arztbesuchen, Behördenängen oder bei der Wohnungssuche. Das Angebot richtet sich an Migrant*innen in Sachsen-Anhalt, die die deutsche Sprache noch nicht beherrschen.

=> Projekt SiSA

 

Halle: Sprachmittler der Halleschen Interkulturellen Initiative 

Diese ehrenamtliche Initiative aus Halle bietet eine Sprachmittler-Hotline, die freiwillige und ehrenamtliche Dolmetscher*innen vermittelt. Übersetzt wird nach bestem Wissen und Gewissen auf Vertrauensbasis. Wie bei den anderen ehrenamtlichen Diensten kann kein Anspruch auf professionelles Dolmetschen geltend gemacht werden.

=> ehrenamtliche Initiative aus Halle

 

Reflexionsimpuls: Positionspapier des Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer


Was sagen Profis dazu, wenn Ehrenamtliche dolmetschen? "In Anbetracht der hohen Flüchtlingszahlen werden deutschlandweit immer mehr Dolmetscher z.B. für die Betreuung Asylsuchender benötigt. Dolmetscherpools bei Städten und Gemeinden können hier Abhilfe schaffen. Der BDÜ begrüßt grundsätzlich die Bildung solcher Dolmetscherpools, sieht jedoch in der praktischen Umsetzung einige Probleme, auf die in diesem Positionspapier hingewiesen wird."

 

 

Ehrenamtliche Unterstützung von Flüchtlingen

Auf dieser Webseite finden Sie Informationen und Materialien, die für das Programm „Koordinierung, Qualifizierung und Förderung der ehrenamtlichen Unterstützung von Flüchtlingen“ zusammengestellt werden. Im Rahmen dieses Programms werden ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer qualifiziert und Projekte für Asylsuchende und Flüchtlinge gefördert.

mehr
Wir sind's

Flüchtlingshelfer.info wird gefördert durch

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration