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Hilfe für Helfer

Hinweise zur "Pflicht" zur Asylantragsstellung durch die Jugendämter

Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. (BumF) hat ein Hinweisblatt zur Umsetzung des seit dem 29. Juli 2017 geltenden § 42 Abs. 2 Satz 5 SGB VIII veröffentlicht. Der Paragraf verpflichtet Jugendämter während der Inobhutnahme von unbegleiteten Minderjährigen zur unverzüglichen Asylantragstellung – dies allerdings nur in bestimmten Fallkonstellationen.

Wie das Hinweisblatt erläutert setzt die Pflicht der Jugendämter zur Asylantragstellung voraus, dass in einer asylrechtlichen Einzelfallprüfung gemeinsam mit dem Kind/Jugendlichen ermittelt wurde, dass die Voraussetzungen für die Asylantragstellung vorliegen sowie dass die persönliche Situation des Kindes/Jugendlichen die Stellung des Asylantrags zu diesem Zeitpunkt zulässt. Das Kind/der Jugendliche ist zwingend an dieser Entscheidung zu beteiligen. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, besteht nach § 42 Abs. 2 Satz 5 SGB VIII keine Pflicht des Jugendamtes (ASD) zur unverzüglichen Asylantragstellung. 

Das Informationsblatt erläutert, wann die Pflicht zur Asylantragstellung besteht, welche Voraussetzungen zur Asylantragstellung erfüllt sein müssen und stellt die Pflichten der Jugendämter im Rahmen der Antragstellung dar.

=> BumF e.V.: Hinweise zur Umsetzung von § 42 Abs. 2 Satz 5 SGB VIII – Verpflichtung der Jugendämter zur Asylantragstellung (PDF, 6 Seiten, September 2017)

Ehrenamtliche Unterstützung von Flüchtlingen

Auf dieser Webseite finden Sie Informationen und Materialien, die für das Programm „Koordinierung, Qualifizierung und Förderung der ehrenamtlichen Unterstützung von Flüchtlingen“ zusammengestellt werden. Im Rahmen dieses Programms werden ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer qualifiziert und Projekte für Asylsuchende und Flüchtlinge gefördert.

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