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Hilfe für Helfer

Lebensunterhaltssicherung während der Ausbildung von jungen Menschen mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung

Eine Ausbildung anzutreten ist für Geflüchtete mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung mit großen Hürden verbunden. Für diejenigen, die es geschafft haben und eine Ausbildung aufgenommen haben, stellt sich oft die Frage, wie sie während ihrer Ausbildung ihren Lebensunterhalt sicherstellen können. Eine Arbeitshilfe des Paritätischen unterstützt Beratende dabei, Lösungen für geflüchtete Auszubildende zu finden.

Wenn im Rahmen einer Ausbildung keine oder zu wenig Ausbildungsvergütung gezahlt wird und keine Förderleistungen in Anspruch genommen werden (können), droht schnell, dass betroffene Azubis ihre Ausbildung abbrechen müssen, weil ihr Existenzminimum nicht gesichert ist. Statt sich eine Perspektive erarbeiten zu können sind junge Geflüchtete dann unter Umständen zur Untätigkeit gezwungen und müssen Sozialleistungen in Anspruch nehmen. 

Damit es nicht so weit kommt will der Paritätische Gesamtverband Berater*innen mit dieser Arbeitshilfe bei der Suche nach Lösungen unterstützen. Wenn die Ausbildungsvergütung nicht zur Sicherung des Lebensunterhalts reicht, können Auszubildende unter bestimmten Umständen Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder BAföG-Leistungen beanspruchen. Daneben gibt es einige weitere Fördermöglichkeiten, mit denen eine Berufsausbildung vorbereitet oder begleitet werden kann, etwa die sogenannten Einstiegsqualifizierungen (EQ), berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen oder die Sprachkurse der berufsbezogenen Deutschsprachförderung.

In vielen Fällen können Asylsuchende und Personen mit Duldung diese Leistungen aber nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen erhalten. Die Arbeitshilfe stellt die Bedingungen für die verschiedenen Personengruppen und für verschiedene Arten der Ausbildung dar (betriebliche und schulische Ausbildung, Studium, Schulbesuch). Unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung zum Thema enthält die Broschüre auch Tipps für die Beratungspraxis.

Die Arbeitshilfe richtet sich an Berater*innen, kann aber auch Ehrenamtlichen helfen, die Problematik zu verstehen, denen Azubis mit Duldung oder Aufenthaltsgestattung ausgesetzt sind, wenn das Lehrgeld nicht reicht. Sie kann aber eine qualifizierte Beratung nicht ersetzen.

=> Arbeitshilfe Sicherung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung für junge Menschen mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung (PDF, 25 Seiten, April 2018) 

Bitte prüfen Sie, ob gegebenenfalls hier auf der Website des Paritätischen eine aktualisierte Fassung der Arbeitshilfe vorliegt.

 

Die neue Arbeitshilfe ergänzt die im Jahr 2017 aktualisierte Broschüre "Der Zugang zur Berufsausbildung und zu den Leistungen der Ausbildungsförderung für junge Flüchtlinge und junge Neuzugewanderte"

Eine Zusammenstellung von Informationen zur Ausbildungsduldung finden Sie hier.

Ehrenamtliche Unterstützung von Flüchtlingen

Auf dieser Webseite finden Sie Informationen und Materialien, die für das Programm „Koordinierung, Qualifizierung und Förderung der ehrenamtlichen Unterstützung von Flüchtlingen“ zusammengestellt werden. Im Rahmen dieses Programms werden ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer qualifiziert und Projekte für Asylsuchende und Flüchtlinge gefördert.

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