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Hilfe für Helfer

Wege aus der Duldung: Informationen zu den Bleiberechtsregelungen § 25a, 25b und 18a AufenthG

Viele Menschen leben in Deutschland über lange Zeit mit einer Duldung. Der prekäre rechtliche Status hat für die Betroffenen gravierende Folgen. Es gibt mit den Paragrafen § 25a und § 25b und 18a im Aufenthaltsgesetz verschiedene Bleiberechtsregelungen, über die langjährig Geduldete eine Aufenthaltserlaubnis erhalten können. Die Hürden sind jedoch hoch. Wir stellen hier zu diesen drei Regelungen vorliegende Informationsmaterialien dar.

Es gibt verschiedene Bleiberechtsregelungen, die es Geduldeten unter Umständen ermöglichen können, eine sichere Aufenthaltsperspektive zu erhalten. Die Regelungen sind kompliziert, daher sollten geduldete Menschen und ihre UnterstützerInnen sich professionell beraten lassen. Adressen von Beratungsstellen finden Sie hier: adressen.asyl.net. Die hier dargestellten Informationen geben einen Einblick, sie ersetzen keine Beratung.

 

Bleiberecht nach § 25a AufenthG für "gut integrierte Jugendliche und Heranwachsende"

Im Aufenthaltsgesetz gibt es die so genannte „Aufenthaltsgewährung bei gut integrierten Jugendlichen und Heranwachsenden“ (§ 25a AufenthG). Die folgende kurze Broschüre informiert, unter welchen Bedingungen man ein solches Bleiberecht erhalten kann. Herausgegeben wird sie vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg und der Werkstatt Parität.

=> Wer erhält ein Bleiberecht nach § 25a AufenthG? Informationen für junge Geduldete (PDF, acht Seiten, April 2018)

Eine knappe und präzise Darstellung der Regelung, etwa auch hinsichtlich des Zugangs zu Arbeit, Bildung, Sozialleistungen, medizinischer Versorgung etc. findet sich im Leitfaden des Flüchtlingsrats Niedersachsen. Die Informationen sind auch jenseits von Niedersachsen relevant.

=> Leitfaden für Flüchtlinge in Niedersachsen: Kapitel 7: Aufenthaltserlaubnis nach § 25a AufenthG

 

Bleiberecht nach § 25b AufenthG für langjährig Geduldete wegen "nachhaltiger Integration"

In § 25b AufenthG ist geregelt, dass Menschen mit einer Duldung, die sich seit längerer Zeit in Deutschland aufhalten, unter bestimmten Voraussetzungen eine Aufenthaltserlaubnis wegen „nachhaltiger Integration“ erhalten sollen. Die folgende kurze Broschüre gibt Auskunft über die Voraussetzungen, die Geduldete erfüllen müssen, um ein solches Bleiberecht nach § 25b AufenthG zu erhalten.

=> Wer erhält ein Bleiberecht nach § 25b AufenthG? Informationen für langjährig Geduldete (PDF, zwölf Seiten, April 2018)

Im  Leitfaden für Flüchtlinge des Niedersächsischen Flüchtlingsrats gibt es auch ein Kapitel zur Aufenthaltserlaubnis nach § 25b, die die wichtigsten Regelungen darstellen, etwa zum Zugang zu Arbeit, Bildung, Sozialleistungen, medizinischer Versorgung etc.

=> Leitfaden für Flüchtlinge in Niedersachsen: Kapitel 6: Aufenthaltserlaubnis nach § 25b AufenthG

 

§ 25a und §25b AufenthG: Arbeitshilfe für die Beratungspraxis

Die Broschüre richtet sich insbesondere an Beraterinnen und Berater, sie kann aber auch erfahrenen Ehrenamtlichen einen guten Einblick in die Thematik bieten. Aufgrund der Komplexität der gesetzlichen Regelungen und der vielen Hürden wird diesen jedoch empfohlen, nicht selbst beratend aktiv zu werden, sondern bei der Unterstützung langjährig Geduldeter zusätzlich Hilfe von qualifizierten und mit dem Thema Bleiberecht erfahrenen BeraterInnen in Anspruch zu nehmen. Erarbeitet wurde die vom Paritätischen herausgegebene Broschüre von Volker Maria Hügel von der GGUA Münster. 

=> Broschüre »Die Bleiberechtsregelungen gemäß §§ 25a und b des Aufenthaltsgesetzes und ihre Anwendung« (PDF, 40 Seiten, Stand: November 2017)

 

§ 18a AufenthG: Bleiberecht für qualifizierte Geduldete

Die Aufenthaltserlaubnis nach §18a AufenthG können "qualifizierte Geduldete" unter bestimmten Voraussetzungen erhalten, die in der nachfolgenden Broschüre darstellt werden. Ganz grob zusammengefasst: Unter "qualifizierten Geduldeten" werden zum einen "Bildungsinländer" verstanden, also Geduldete, die in Deutschland eine qualifizierte Berufsausbildung abgeschlossen haben und eine entsprechend qualifizierte Arbeitsstelle antreten oder in Aussicht haben. Das trifft etwa auf Menschen zu, die eine Ausbildung absolviert haben und dafür eine Ausbildungsduldung hatten. Zum anderen können Geduldete von dieser Regelung profitieren, die einen im Ausland erworbenen Hochschulabschlus haben und in Deutschland bereits zwei Jahre in einem Arbeitsverhältnis gearbeitet haben, das ihrem Hochschulabschluss angemessen ist. Ähnliches gilt für Fachkräfte. Die Regelungen sind komplex und finden sich in der folgenden Broschüre des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg dargestellt.

=> Wer erhält eine Aufenthaltserlaubnis nach § 18a AufenthG? Informationen für Geduldete (PDF, 12 Seiten, März 2018)

Alternativ oder ergänzend findet sich eine knappe und präzise Darstellung der Regelungen im Leitfaden für Flüchtlinge in Niedersachsen - die jeweils auch außerhalb Niedersachsens relevant ist.

=> Leitfaden für Flüchtlinge in Niedersachsen: Kapitel 8: Aufenthaltserlaubnis nach § 18a AufenthG

 

Auch relevant für Geduldete kann das Thema Härtefallkommission sein, über das wir an dieser Stelle informieren: 

=> Letzer Ausweg Härtefallkommission?

 

 

 

 

Ehrenamtliche Unterstützung von Flüchtlingen

Auf dieser Webseite finden Sie Informationen und Materialien, die für das Programm „Koordinierung, Qualifizierung und Förderung der ehrenamtlichen Unterstützung von Flüchtlingen“ zusammengestellt werden. Im Rahmen dieses Programms werden ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer qualifiziert und Projekte für Asylsuchende und Flüchtlinge gefördert.

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